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Situla von Vače

Der bedeutendste Ausgrabungsfund in Vače und auf dem gesamten Gebiet Sloweniens (für alle Zeitperioden, die von der Archäologie erforscht werden) ist die so genannte Situla von Vače. Ausgegraben hat sie ein Amateurarchäologe, Bauer Janez Grilc aus Klenik (1860—1931), und zwar am 17. Januar 1882. Das Artefakt, höchstwahrscheinlich um den Übergang des 6. ins 5. Jahrhundert v. Chr., weist traditionelle Einflüsse der mediterranen Welt auf.
Die Szenen im »Epos« über das Leben des Militäradels – vielleicht des Fürsten persönlich – sind folgende: der erste Fries zeigt den Aufmarsch, der zweite Fries den Opfergang, das Gastmahl und das Duell, der dritte Fries zeigt die Tiere.
Copy of situla
Original situla
Die Höhe der Situla von Vače beträgt 23,8 cm, sie wurde aus Bronzeblech hergestellt, ihre drei Einzelteile sind mit Bronzenieten aneinandergeheftet. Der Henkel besteht aus einem dicken tordierten Draht, der an beiden Enden in stilisierte Entenköpfe übergeht. Die Figuraldarstellung ist in der Treibarbeit (Toreutik) ausgestaltet. Das Hallstatt-Fundstück befindet sich heute im Nationalmuseum in Ljubljana.

In Klenik stellte der Geoss-Verein eine ungefähr fünfmal vergrößerte Kopie dieses Trinkgefäßes auf, damit es ungestört besichtigt werden kann. Dabei ist auch eine Tafel, die an Dr. Franc Stare, den wohl produktivsten Forscher der Umgebung dieser vorgeschichtlichen Siedlung, erinnert.

 

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